Pressemitteilung: Bundesregierung wird sich für eine weitere Liberalisierung der Visumpolitik einsetzen
Die Bundesregierung begrüßt, dass im Rahmen des Visumdialoges gemeinsame Schritte der EU-Kommission mit Russland mit dem Ziel der Visumfreiheit vereinbart werden konnten und wird sich für eine weitere Liberalisierung der Visumpolitik einsetzen.
Außenminister Westerwelle hat betont, dass er sich für eine liberalere Visumpolitik einsetzt, die die Rolle Deutschlands in der globalisierten Welt widerspiegelt. Deutschland lebe von seiner Offenheit und Vernetzung. Es ist Westerwelle ein wichtiges Anliegen, für Besucher Europas und Deutschlands so viele Vereinfachungen und Erleichterungen wie möglich zu erreichen. Die deutsche Praxis der Visumerteilung ist in den letzten zwei Jahren wesentlich kundenfreundlicher und moderner geworden. Der Außenminister unterstrich: „Wir werden auch künftig mit Nachdruck daran arbeiten, weitere Hürden bei der Visumbeantragung niederzureißen.“
Von der vereinfachten deutschen Praxis der Visumerteilung profitieren alle Kategorien von russischen Antragstellern, besonders Geschäftsreisende. Bereits jetzt brauchen Reisende, die innerhalb von zwei Jahren mindestens zweimal ein Schengen-Visum erhalten haben, bei der Antragstellung nicht mehr persönlich vorzusprechen.
Im nächsten Jahr wird die Deutsche Botschaft Moskau das Antragsverfahren im Interesse der russischen Antragsteller nochmals erheblich beschleunigen, indem alle nicht-hoheitlichen Teile des Visumverfahrens an ein kommerzielles Dienstleistungsunternehmen ausgelagert werden. Dadurch entfallen zum Teil längere Wartezeiten auf einen Termin.
Botschaft Moskau, 29.12.2011