Klimaschutz rechnet sich – Wege zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft durch Erhöhung der Energieeffizienz
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Teilnehmer der Energieeffizienzkonferenz am 28.10.2011 in Moskau
(© IMEMO)
Konferenz "The Economics of Climate Change and Energy Efficiency: Experiences and Opportunities for Business and Policymakers"
Am 28. Oktober 2011 veranstalteten die deutsche und die britische Botschaft gemeinsam mit der russischen Akademie der Wissenschaften (IMEMO) in Moskau die internationale Round-Table-Konferenz “The Economics of Climate Change and Energy Efficiency: Experiences and Opportunities for Business and Policymakers”. Über 110 Teilnehmer diskutierten mit Vertretern der Regierungen, der Wirtschaft, der Wissenschaft und von Nichtregierungsorganisationen aus Russland, Deutschland und Großbritannien, um im Vorfeld der internationalen Klimakonferenz in Durban (29.11.-12.12.2011) Perspektiven aufzuzeigen, wie auch in Russland Energieeffizienz und Klimaschutz noch stärker und auf wirtschaftliche Weise miteinander verbunden werden können. Zu den Vortragenden gehörten der Beauftragte des Auswärtigen Amts für Energie- und Klimapolitik, Botschafter Stephan Auer, und sein britischer Kollege, Botschafter Dominic Martin, die aus Berlin bzw. London angereist waren. Sie betonten in Ihren Vorträgen insbesondere die Notwendigkeit einer aktiven Klimadiplomatie, um den politischen, wirtschaftlichen, sozialen und sicherheitspolitischen Herausforderungen des Klimawandels umfassend zu begegnen.
Klimaschutz und Erhöhung der Energieeffizienz sind zwei Seiten der selben Medaille. Je höher die Energieeffizienz, desto niedriger der Energieverbrauch und der Ausstoß von klimaschädlichem CO2. Die Einsicht, dass es sich bei der Einsparung von Energie um einen ebenso wertvollen „Rohstoff“ handelt wie Öl, Gas und Kohle, ist auch im rohstoffreichen Russland auf dem Vormarsch. Das Potential zur Steigerung der Energieeffizienz ist riesig, aber der Weg dorthin ist lang und steinig. Auch die Möglichkeiten, die der Kohlenstoffmarkt und der Handel mit Emissionszertifikaten bieten, werden in Russland bisher nur in Ansätzen genutzt. Immerhin gibt es inzwischen eine Reihe von Projekten, die gemäß dem Joint Implementation-Mechanismus des Kyoto-Protokolls in Russland durchgeführt werden.
Hier treffen sich Klimaschutz und Energieeffizienz: durch Investitionen in moderne, energieeffiziente Technologien werden Energieverbrauch und CO2-Ausstoss gesenkt und der Verkauf der hierdurch generierten Emissionszertifikate ist für die Unternehmen bares Geld, das für weitere Investitionen zur Verfügung steht. Auf diese Weise wird auch ganz konkret ein Beitrag zur Modernisierung der russischen Wirtschaft geleistet.
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Windpark
(© dpa - Bildfunk)
Deutschland engagiert sich traditionell besonders stark für den Klimaschutz und gehört weltweit zu den führenden Anbietern von Energie- und Umwelttechnologien. Mit ihrem Energiekonzept setzt die Bundesregierung auch konsequent auf den zügigen Ausbau von Erneuerbaren Energien als Beitrag zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und zur Erhöhung der Energiesicherheit. Die Zusammenarbeit mit Russland im Bereich Energieeffizienz ist besonders eng und tragende Säule der Modernisierungspartnerschaft zwischen beiden Ländern. Die Russisch-Deutsche Energie-Agentur (rudea) ist seit ihrer Gründung im Jahr 2009 das bilaterale Kompetenzzentrum für Energieeffizienz und erneuerbare Energien in Russland. Ziel der rudea ist die Einführung von Energieeffizienz-Technologien in alle Bereiche der russischen Wirtschaft sowie die spürbare Senkung des Energie- Eigenverbrauchs in Russland. Durch zahlreiche Projekte im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt werden gleichzeitig Projekte gefördert, die zur Erhöhung der Energieeffizienz beitragen sollen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Erreichung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft leisten.