Deutsches Engagement für den Klimaschutz in der Russischen Föderation

Im Nachgang der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen hat Russland seine formelle Unterstützung für den sog. "Copenhagen-Accord" beurkundet. In diesem Rahmen hat Russland zugesagt, seine Treibhausgasemissionen bis 2020 ggü. dem Basisjahr 1990 um 15-20% zu reduzieren. Zusätzlich möchte es eine Halbierung bis 2050 "ernsthaft prüfen". Die russische Regierung plant außerdem, die  Energieintensität der russischen Wirtschaft bis 2020 um mind. 40% zu reduzieren. 

Diese Ziele der russischen Regierung möchte die Bundesregierung im Rahmen der deutsch-russischen Modernisierungspartnerschaft durch verstärkte Kooperation mit Russland unterstützen. Fragen der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien sowie einer engeren Zusammenarbeit deutscher und russischer Unternehmen werden in den Sitzungen der deutsch-russischen Strategischen Arbeitsgruppe für Wirtschaft und Finanzen (SAG) regelmäßig besprochen. Auch die russisch-deutsche Energie-Agentur rudea, die im Juli 2009 ihre Tätigkei aufnahm, soll durch gezielte Förderung von Energieeffizienz-Maßnahmen einen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und damit zum Klimaschutz leisten.
 

Im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit konzentriert sich das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktosicherheit (BMU) v.a. auf die projektbezogene Zusammenarbeit im Rahmen von Joint Implementation (JI). Schwerpunktregionen sind Krasnodar und Swerdlowsk, die als Beispielregionen für deutsch-russische Zusammenarbeit mit Schwerpunkt Energieeffizienz entwickelt werden sollen.

Russland ist eines der fünf Schwerpunktländer der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des BMU. Erste Projekte im Rahmen der IKI werden schon durchgeführt. So wurde eine Schutz-Konzession für ein ca. 400.000 Hektar großes Urwaldgebiet und dessen nachhaltige Entwicklung in der Bikin Region erworben. Außerdem werden Investitionen zur Erhöhung der Energieeffizienz in klein- und mittelständischen Unternehmen durch Kreditmittel der EBRD sowie der KfW in Höhe von 30 Millionen Euro finanziert und ein Konzept zur energieeffizieten Energieversorgung der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi durch die Deutsche Energie-Agentur dena erarbeitet.

Mehr Informationen zu allen IKI-Projekten in der Russischen Föderation finden Sie auf hier.

Projekte in Russland

rudea: Russisch-Deutsche Energie-Agentur

Im Juli 2009 nahm die Russisch-Deutsche Energie-Agentur OOO (rudea) ihre Tätigkeit in Moskau auf. Im Mittelpunkt der bilateralen Kooperation steht die energieeffiziente Gestaltung der russischen Wirtschaft, die effiziente Förderung und Nutzung vorhandener Energieträger und die Senkung des Energieverbrauchs. Mit Unterstützung deutscher Erfahrung und Technologie wird auch der Bereich erneuerbare Energien in Russland verstärkt ausgebaut.