Nanotechnologie - eine Zukunftstechnologie

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Nanotechnologie gilt als Zukunftstechnologie schlechthin. Die Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologie sind immens. Die künftige Wettbewerbsfähigkeit vieler Industriebereiche wird entscheidend von der Entwicklung der Nanotechnologie beeinflußt werden.

Nanotechnologie heute

Die Nanotechnologie beschäftigt sich mit der Forschung und Konstruktion in sehr kleinen Strukturen. Ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters. Der Durchmesser eines menschlichen Haares zum Beispiel ist fünfzigtausend mal größer. Die Nanotechnologie erarbeitet die Grundlagen für immer kleinere Datenspeicher mit immer größerer Speicherkapazität. Die Nanometer-Dimension hat den Bereich der Grundlagenforschung bereits überschritten und kommt heute bereits in zahlreichen Industrieprodukten zur Anwendung; so zum Beispiel in Produkten der Chemie,- Pharma,- Automobilindustrie, der optischen Industrie und der Informationstechnik.Dabei entstehen Anwendungen in der Energietechnik - Brennstoff- und Solarzellen -, in der Umwelttechnik - Materialkreisläufe und Entsorgung - oder in der Informationstechnik - neue Speicher und Prozessoren -, aber auch im Gesundheitsbereich. Die zukünftige Konkurrenzfähigkeit der Produkte dieser Branchen wird stark von der Erschließung des Nanokosmos abhängen.

Deutschland im internationalen Wettbewerb

Auf Nanotechnologie-Produkte ausgerichtete Unternehmen haben in den letzten Jahren deutlich mehr Aufmerksamkeit  in diversen Industriebereichen wie Pharmazie, Medizintechnik, Mineralöl- oder Elektroindustrie angezogen und werden über neue Werkstoffe weitere Bereiche erschließen. Auf dem Gebiet der Nanotechnologie ist Deutschland führend in Europa und besitzt in Entwicklung, Produktion und Anwendung von Nanoprodukten einen Wissensvorsprung im internationalen Wettbewerb. 

Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete die konsequente Förderpolitik. Mit rund 290 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln steht Deutschland dabei in Europa an der Spitze. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat Projekte zur Nanotechnologie seit Anfang der 90er Jahre gefördert. Seit 1998 wurden allein die im Rahmen der Projektförderung des BMBF bereitgestellten Fördermittel für Nanotechnologie vervierfacht. Als unterstützende Infrastruktur wurden parallel dazu Kompetenzzentren aufgebaut. Auch die EU-Gemeinschaftsfinanzierung für die Erforschung der Nanotechnologie nimmt deutlich zu. Im 7. Forschungsrahmenpprogramm für die Jahre 2007-2013 (RP7 2007-2013) sind rund 3,5 Milliarden Euro für die Nanowissenschaften und Nanotechnologien vorgesehen. Die Europäische Kommission ist bei der Unterstützung der Entwicklung der Nanotechnologie damit zu einem der größten öffentlichen Geldgeber weltweit geworden.

Die Anstrengungen des BMBF für die Nanotechnologie sollen nochmals deutlich gesteigert werden, damit Deutschland seine Chancen noch schneller und nachhaltiger nutzen kann. Dazu ist mit der "Nano-Initiative - Aktionsplan 2010" ein Aktionsrahmen zur Entwicklung der Nanotechnologie geschaffen worden. Wachsende Bedeutung wird in der internationalen Kooperation liegen. Insbesondere für die deutsch-russische wissenschaftliche und industrielle Zusammenarbeit eröffnet sich ein neuer, zukunftsträchtiger Bereich. Russland möchte die Nanotechnologie im Rahmen der Diversifizierung der Volkswirtschaft ebenfalls besonders entwickeln und im  internationalen Wettbewerb bei der Nutzung dieses möglichen Schlüsselbereichs für Industrie und Wissenschaft sein Profil ausbauen. Anfang August 2007 hat Russland ein föderales Zielprogramm zur Entwicklung der Nanotechnologien bis 2010 verabschiedet, mit dem staatliche F&E-Bereiche und private Unternehmen bei der Entwicklung der Nanotechnologien stärker vernetzt werden sollen.

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